Erinnerungsort Wagna


…Begräbnis auf dem italienischen friedhof 1917

Im Kriegswinter 1914/15 wurde in Wagna ein riesiges Barackenlager für mehr als 23.000 Flüchtlinge errichtet, zuerst waren Bewohner aus Galizien und dann aus der Gegend der norditalienischen Städte Ronchi dei Legionari und Monfalcone Sagrado in diesem Flüchtlingslager untergebracht. Damals siedelte man während der Isonzoschlachten die Zivilbevölkerung aus und in Wagna organisierten diese Flüchtlinge eine eigene Stadtverwaltung mit Schulen, Krankenhäuser, Kirchen und anderen öffentlichen Einrichtungen. Eine Choleraepidemie kostete zu dieser Zeit 2.900 Menschen das Leben, weshalb in Wagna ein italienischer Friedhof eigens errichtetet wurde. 

Die Stadt Ronchi dei Legionari hatte wiederum im 2. Weltkrieg im Kampf gegen den Faschismus engen Kontakt zu den Bewohnern der slowenischen Stadt Metlika. 

Nach Auflösung des Lagers und Rückkehr der Überlebenden in ihre italienische Heimat, kamen in den Jahrzehnten danach immer wieder Angehörige mit ihren italienischen Priestern nach Wagna, um beim Steinkreuz – dem Gedenkkreuz auf dem „italienischen Friedhof“  – ihre Gedenkmessen abzuhalten. 

Aus diesen Begegnungen und der leidvollen Erfahrungen zweier Weltkriege wurde dann in den Jahren 1969 und 1970 die Städtefreundschaft zwischen Wagna, Ronchi dei Legionari und Metlika begründet. Ausgangspunkt dieser internationalen Freundschaft war und ist dieses Denkmal auf dem heute noch bestehenden „italienischen Friedhof“, das die Marktgemeinde Wagna zur Erinnerung und Mahnung an die schrecklichen Ereignisse errichtet hat. 

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