„An Wagna habe ich die schönsten Erinnerungen.“
Mein Name ist Fritzi Schwarz (geb. Helm), geboren bin ich 1948 in Admont. Meine Mutter war die Tochter vom Steinmetz Josef Heinzmann in der Friedhofstraße in Leitring. Ich kam 1965 mit 17 Jahren zu meinen Großeltern. Meine erste Freundin war Bärbel Uchenegg, geb. Graupp. Sie war damals noch im Gymnasium und Pater Reinhold Bozek ihr Religionsprofessor. Pater Reinhold leitete damals die Wölflingsgruppe Wagna der Pfadfinder – da waren Kinder im Alter von 7 bis 10 Jahren. Als solcher suchte er zwei Gruppenführerinnen und fragte Bärbel, ob sie das nicht machen möchte und da er uns immer zusammen sah, sollte sie auch mich fragen, ob ich mit ihr das übernehmen würde. Wir sagten beide zu und hielten die wöchentlichen Heimstunden, damals noch in der alten Baracken-Kirche ab. Nach Abriss der Kirche bekamen wir in der Ökonomie in der Marburger Straße einen Gruppenraum.
Mit dem Lager in Wagna in den Nachkriegsjahren hatte ich nichts zu tun, das waren die jüngeren Geschwister meiner Mutter, Ernst Heinzmann und Charlotte, beide sind Ende der 50er/Anfang der 60er nach Kanada ausgewandert. Ihr Bruder Josef Heinzmann, geb. 1930 ist 1945 zusammen mit Franz Kressl, beide aus der Friedhofstraße beim Spielen auf einem Minenhaufen in Wagna ums Leben gekommen.
Dann weiß ich noch, dass der uneheliche Sohn der Frau von Ernst Heinzmann, Edi bis zum 6. Lebensjahr bei der Familie Stonitsch im Lager in Pflege war. Auch er ist 2019 verstorben. An viel mehr kann ich mich leider nicht erinnern.
Seit 1977 lebe ich in Wien. An Wagna/Leitring/Leibnitz habe ich die schönsten Erinnerungen, da ich dort meine Jugendzeit verbracht habe.
Der Text stammt von Fritzi Schwarz, die ihre Jugendzeit in Wagna verbracht hat, aber bereits seit vielen Jahren in Wien lebt.