Wir setzen uns aktiv, offen und kritisch mit der eigenen Geschichte auseinander und stellen die historische und politische Bildung bewusst ins Zentrum.

Die Marktgemeinde Wagna verbindet mit der ehemaligen Lagerstadt und der einstigen KZ Mauthausen-Außenstelle in Aflenz an der Sulm eine außergewöhnliche Geschichte, die sie nicht vergessen, sondern bewusst erzählen möchte. Mit der Flavia Solva Ausgrabungsstätte in Wagna, dem Römersteinbruch und dem Wächterhaus in Aflenz, dem Italienischen Friedhof in Leitring oder der letzten noch erhaltenen Lagerbaracke beim Römerdorf, beheimatet die Marktgemeinde Wagna mehrere sehenswerte Erinnerungsorte, die dazu genutzt werden, wichtige Aufklärungsarbeit zu leisten. 

Die Marktgemeinde Wagna ist stolz auf ihre Geschichte, die
seit jeher von den hier lebenden Menschen geschrieben wurde.

  • Einladung zum 10. Lagercafé

    Am Dienstag, den 22. September 2026 öffnet die Lagerbaracke wieder ihre Pforten:

  • Geselliges Sommer-Lagercafé

    Am 23. Juni öffnete die Marktgemeinde Wagna erneut die Tore der ehemaligen Lagerbaracke beim Römerdorf und lud zum bereits 9. Lagercafé. Der folgende Herbst-Termin steht ebenfalls bereits fest. Bis heute fühlen sich viele ehemalige Bewohner:innen eng mit dem Lager verbunden. Seit dem Vorjahr lädt die Marktgemeinde Wagna einmal im Quartal zum Lagercafé zur einstigen Lagerbaracke ins Römerdorf ein – so auch am 23. Juni. In herzlicher Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen wurde der Raum geöffnet für Austausch, persönliche Erinnerungen und wertvolle Gespräche.…

  • Aflenz Memorial: Erinnerung sichtbar machen

    Auf dem Gelände des ehemaligen KZ-Außenlagers Aflenz an der Sulm entsteht noch bis Herbst eine neue Gedenkstätte – ein begehbares Landschaftsdenkmal – zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus. Das Außenlager des Konzentrationslagers Mauthausen wurde im Jahr 1944 errichtet und diente der Rüstungsproduktion. Zeitweise waren bis zu 650 Häftlinge dort interniert. Sie mussten unter äußerst schwierigen Bedingungen Zwangsarbeit im angrenzenden Römersteinbruch leisten. Mindestens 62 Menschen verloren infolge der harten Arbeitsbedingungen und Misshandlungen ihr Leben. Heute erinnert auf dem Gelände nur noch wenig…

  • …Fronleichnam im Lager 1918

    …Fronleichnam im Lager 1918

    Im Oktober 1914 wurde mit dem Bau des Flüchtlingslagers Wagna begonnen, im Dezember sind bereits mehr als 14.000 Menschen darin untergebracht. Das Lager Wagna ist für 22.000 Flüchtlinge mit einer Fläche von ca. 74 Hektar ausgelegt. Nach Kriegsende sind im Dezember 1918 die letzten südslawischen und italienischen Flüchtlinge, die seit 1914 im Lager Wagna lebten, in ihre Heimat…

  • …Der Galgenbaum von Wagna

    …Der Galgenbaum von Wagna

    Im Herbst 1952 ist der historische „Galgenbaum“ von Wagna, eine mindestens 500 Jahre alte Föhre, wegen Beschädigung ihrer Wurzeln abgestorben. Dieser alte, nunmehr ganz kahle Baum, stand in Wagna am Ende der nach ihm benannten Föhrenbaumstraße bis in die 50er Jahre. Im Mittelalter wurde unter dem Baum fallweise das „hochnotpeinliche Halsgericht“ abgehalten. Der Richter verhörte…

  • …Palmsonntag im Jahr 1950

    …Palmsonntag im Jahr 1950

    Die Kirche war die letzte bestehende Baracke des Lagers Wagna, ehe auch sie abgebaut wurde. Die Baracke ist heute noch erhalten. Sie steht am Pogusch und wurde dort viele Jahr lang als Himmelreich-Ferienlager genutzt. Nach Mitte der 1950er Jahre wurde der öffentliche Druck, Barackenlager wie jenes in Wagna aufzulösen, immer größer. Ab 1956 plante die Gemeinde…

  • …Begräbnis auf dem italienischen friedhof 1917

    …Begräbnis auf dem italienischen friedhof 1917

    Eine Choleraepidemie im Kriegswinter 1914/15 kostete 2.900 Menschen das Leben, weshalb in Wagna ein italienischer Friedhof eigens errichtetet wurde.